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ASP - „Die neue Tournee 2009“

Veröffentlicht von Admin am 23.11.2009, 21:11
Punkte:   (5 von 10)
Hits: 283
Sprache: german


 

ASP - „Die neue Tournee 2009“


10.10.09 – Dresden / Support: CAPUTT, MONO INC.

29.10.09 – Stuttgart / Support: MONO INC.

 

Gut ein Jahr ist der letzte Besuch bei ASP her und in diesem Jahr bereisten wir gleich zwei Städte, um die Frankfurter live zu bestaunen. Los ging’s am 10. Oktober im Alten Schlachthof in Dresden:

Pünktlich um 19 Uhr öffnete der Schlachthof seine Türen und eine ewig lange Schlange marschierte Richtung Einlass. Trotz des großen Andrangs gingen sowohl der Einlass als auch die Abfertigung an der Garderobe relativ zügig voran und so begannen eine Stunde später vor vollzähligem Publikum CAPUTT ihr Set. Die relativ unbekannte Band aus Oberhausen veröffentlichte ihr Debüt „E-Ville“ 2004 und hat mit der aktuellen Scheibe „Spiritus“ bereits Album Nummer drei im Gepäck . Eine Parallele zu ASP besteht nicht nur in den gesellschaftskritischen Texten, nein auch musikalisch hat ASP Mastermind Alexander Spreng den Jungs von CAPUTT auf aktuellem Longplayer bei „Feuertaufe, bei „Tanz der Djin“ vom 2008er Album „Djindustrie“ sowie mit einem Remix von „Mach mich“ zur Seite gestanden. Als Gegenleistung steuerten CAPUTT eine Coverversion von „Ich bin ein wahrer Satan“ auf gleichnamiger ASP Single bei und durften nun als Opener auf dem ersten Teil der Tour die Fans begeistern. Trotz der Tatsache, dass man von dieser Band bisher nur wenig in den einschlägigen Medien gehört und gelesen hat, hatte die Band bereits eigene Fans dabei, die textsicher die Songs begleiteten. Der recht eigenwillige „Sprechgesang“ konnte zwar nicht jeden Anwesenden begeistern, dennoch boten CAPUTT einen soliden Auftritt und dürften sich über den regen Publikumsandrang auf der Tour gefreut haben.

Support Act Nummer 2 kommt aus Hamburg und existiert unter dem Namen MONO INC. bereits seit 2000. Mit insgesamt 5 Alben im Gepäck inkl. dem aktuellen Werk „Voices of Doom“ enterten Sänger Martin Engler, Bassist Manuel Antoni, Gitarrist Carl Fornia und Schlagzeugerin (!) Katha Mia bereits nach minimaler Umbaupause die Bühne und überzeugten vom ersten Song an die Fans. Gespielt wurden natürlich neue Stücke wie „Voices of Doom“ und „Gothic Queen“, aber auch ältere Songs wie „Get some sleep“ oder „Temple of the Torn“ durften nicht fehlen. Die ASP Fans zeigten sich begeistert von den Live-Qualitäten von Mono Inc. und würdigten den Auftritt mit lautem Applaus. Nach etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit verließen MONO INC. die Bühne und die Zeit bis zum langersehnten Auftritt von ASP lief.

Mono Inc. Stuttgart

Viele nutzen die Zeit um die Geldbeutel an Bar und Merchstand zu leeren oder um die Nikotinsucht zu befriedigen und dann endlich ertönte das Intro. Mit „Verwandlungen“ starteten ASP ihr Set und in der Tat, der Schlachthof verwandelte sich innerhalb von Minuten in einen tosenden Pulk aus Menschen. Es folgten Schlag auf Schlag Songs wie „Weltunter“, „Ich bin ein wahrer Satan“ oder auch „Im Märchenland“. Den Fans blieb kaum Zeit zum Luft holen, denn ASP zündeten ein wahres Feuerwerk aus ihren größten und besten Hits. Zwischendrin nahm sich ASP jedoch immer wieder die Zeit, den Kontakt zum Publikum zu suchen und so berichtete er unter anderem von der Grippewelle, die Band und Crew in den letzten Tagen überrollte, aber auch von Stahlträgern, die dem ein oder anderen auf Tour Kopfschmerzen bereiteten. Das Publikum jedenfalls zeigte sich begeistert von der Spielfreude und der sympathischen Art der Band und dankte mit tosendem Applaus und lautstarkem Gesang. Nach dem regulären Set folgten die Zugaben und so brachten „Sing Child“ und „Werben“ noch einmal den Saal zum kochen. Insbesondere das Gitarrensolo bei „Werben“ ließ zumindest mein Herz höher schlagen und ich bin mir sicher, ich war nicht die Einzigste, die in diesem Moment einmal mehr Gänsehaut bekam. 

Seit Beginn der Show von ASP ertönten immer wieder Rufe nach dem Klassiker „Ich will brennen“ und nach dem ersten Zugabeblock entwickelten sich diese vereinzelten Rufe zu wahren Chören. Das gesamte Publikum war sich einig, die Band nicht ohne diesen Song gehen zu lassen und so kehrten ASP und Band erneut auf die Bühne zurück und gaben noch einmal Vollgas. Nach über 2 Stunden war dann aber doch Schluss und wir bedanken uns für einen grandiosen Abend mit grandiosen Bands und einem tollen Publikum in einer wunderbaren Location! 

ASP - Stuttgart

 

 

2 ½ Wochen später standen wir nun also in Stuttgart um den 2. Tourteil unter die Lupe zu nehmen. Was diesmal anders war: eigentlich nur die Tatsache, dass CAPUTT nicht mehr auf der Bühne standen und MONO INC. als alleiniger Support-Act fungierte. Ansonsten bot sich uns bereits beim Einlass ein ähnliches Bild wie in Dresden. Hunderte Fans warteten geduldig auf das öffnen der Türen und strömten anschließend vorbildlich und ohne großes Gedränge ins LKA.

Pünktlich um 20 Uhr standen MONO INC. auf der Bühne, die beim 2. Tourteil ihr Set um ca. 10 Minuten verlängern durften. Ähnlich wie in Dresden konnte die Band auch in Stuttgart das Publikum überzeugen, dass bereitwillig zu Songs von „Voices of Doom“, „Pain, Love & Poetry“ sowie „Temple of the Torn“ mitfeierte. Sänger Martin lieferte stimmlich gesehen eine gute Show, einzig und allein die eingespielten Playback-Background Vocals hinterließen einen bitteren Beigeschmack. Für eine Rockband ein absolutes NO GO und für die geplante Tour Anfang 2010 finden MONO INC. hoffentlich eine bessere Lösung für die Live-Umsetzung ihrer Songs. Das Stuttgarter Publikum störte sich daran herzlich wenig und bejubelte MONO INC. bis zum letzten Ton.

Nach angenehm kurzer Umbaupause starteten nun endlich ASP ihre Show. Das fast ausverkaufte LKA tobte und nach dem Intro folgte „Ich bin ein wahrer Satan“. Im Falle von ASP sollte das wohl eher heißen „Ich bin ein wahrer Held“, denn genauso wurden Mastermind Alexander Spreng und seine Bandkollegen Matze, Himmi und Tossi gefeiert. Bereits vor zwei Jahren spielten ASP im LKA, allerdings vor weit weniger Fans, was sich insbesondere bei der Stimmung im Publikum bemerkbar machte. Diesmal ein komplett anderes Bild: eine volle Halle und über 1.000 feiernde Menschen! „Weltunter“ hieß es letztendlich aber doch nur bei dem ASP Klassiker, denn ganz so wild wurde dann doch nicht gefeiert ;) Es folgten „So viel tiefer“, „Krabat“,„Märchenland“ und „Schwarzer Schmetterling“. Zwischen den Stücken suchte ASP immer wieder den Kontakt zu seinen Fans, erzählte Anekdoten aus der Vergangenheit und verkündete stolz die neuen Stücke. Dazu zählte auch die aktuelle Single „Wer sonst“. Nicht jeder im Publikum schien bereits textsicher bei dem neuen Stück, dies änderte sich aber spätestens wieder bei „Und wir tanzten“. Während ASP mit unheimlichen Stimmvolumen seinen Klassiker schmetterte, befolgten die Fans brav die Anweisung und tanzten bis zur letzten Minute. Der Abend näherte sich dem Ende und als vorletzter Song des Abends folgte „Denn ich bin der Meister“ und lieber ASP, was soll ich sagen: an diesem Abend warst du es für alle Anwesenden tatsächlich. Mit „Schwarzes Blut“ taumelten ASP ein letztes Mal erst vorwärts und dann abwärts, nämlich direkt von der Bühne herunter. Aber wie in Dresden – und wohl auch bei jedem anderen Konzert – wollte das Publikum ASP an diesem Abend noch nicht gehen lassen und so folgten nach lauten Zugaberufen „Sing Child“ und „Werben“. Textsicher und lautstark begleiteten die Fans Strophen und Refrain und am Ende blieb eigentlich nur noch ein Wunsch offen und der lautete: „Wir wollen brennen!“ Das prall gefüllte LKA wurde nicht enttäuscht und so betraten die Frankfurter ein letztes Mal die Bühne und ließen Stuttgart brennen …. bis zum letzen Atemzug!

Bereits vor 2 Jahren waren wir der Meinung, dass ASP eins der besten Konzerte im LKA spielten, dass wir miterleben durften. Allerdings haben uns die Frankfurter eines Besseren belehrt und auf dieser Tour alle Register gezogen. Nicht nur prall gefüllte Konzerthallen und ein euphorisches Publikum haben diese Tour ausgezeichnet, auch haben ASP mit ihrer Mischung aus neuen und alten Stücken einen wunderbaren Querschnitt ihres 10jährigen Schaffens präsentiert. Mit nahezu perfektem Sound und einer ausgefeilten Light-Show haben auch die technischen Rahmenbedingungen gestimmt und so bleibt zu hoffen, dass die nächste Tour nicht all zu lange auf sich warten lässt!


Das Team von Wave of Darkness bedankt sich bei Iris Bernotat von FOCUSION und Tony Strohbach!

SETLISTEN:

Dresden:

Intro

Verwandlungen

Weltunter

Ich bin ein wahrer Satan

So viel tiefer

Krabat

Im Märchenland

Schwarzer Schmetterling

Raserei

Kokon

Zaubererbruder

Nimm Mich

Sanctus Benedictus

Demon Love

Me

Wer sonst

Besessen

Und Wir Tanzten

Denn ich bin der Meister

Schwarzes Blut

Zugaben:

Sing Child

Werben

Ich will brennen

  Stuttgart:

Intro

Ich bin ein wahrer Satan

Weltunter

So viel tiefer

Krabat

Im Märchenland

Schwarzer Schmetterling

Raserei

Kokon

Zaubererbruder

Nimm Mich

Sanctus Benedictus

Demon Love

Me

Wer sonst

Besessen

Und Wir Tanzten

Denn ich bin der Meister

Schwarzes Blut

Zugaben:

Sing Child

Werben

?

Ich will brennen

 

Bericht: Poison Angel

Fotos:   Thomas
 



  

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