SUBWAY TO SALLY & END OF GREEN / Saarbrücken - 12.10.2008
Gönderen Admin Tarih: 19.10.2008, 10:10 Score:   (5 from 10) Related Link: Fotos Hits: 751 Language: german
SUBWAY TO SALLY & END OF GREEN Saarbrücken 12.10.08
Sonntag, 12.10.2008 kurz vor acht Uhr abends in der Garage in Saarbrücken. Die sehr gut gefüllte Halle wartet geduldig auf den Beginn des Konzerts. Vereinzelt hört man auch schon Sprechchöre der Subway to Sally-Fans, die es kaum erwarten können, ihre Helden live zu erleben.

Sehr zum Nachteil des Quintetts End of Green, um Sänger Michelle Darkness, die den Abend einstimmen sollen. Zu ihrem Repertoire an diesem Abend gehören überwiegend Songs der neuen CD "The Sick's Sence", die im August diesen Jahres, erschien. Den Auftakt ihrer Show machen sie mit Killhoney, dem zweiten Song des sechsten Albums, gefolgt von Songs wie Dead City Lights, Let Sleeping Gods Lie und Pain Hates Me. Aber auch Stücke der letzten Scheibe "Dead End Dreaming" gehören zum Programm. Der durchweg anspruchsvolle, energie-geladene, düstere Sound der Gothrocker, die ihren Stil selbst als Depressed Subcore bezeichnen, lädt geradezu zum Tanzen und Mitgehen ein; lässt jedoch dem saarländischen Publikum höchstens vereinzelt ein verhaltenes Kopfnicken entlocken. Schade, denn die Musik der Stuttgarter und die wunderbar tiefe melodische Gesangsstimme des Frontmanns, untermalt von den düsteren Klängen, geht direkt unter die Haut. Bis zum letzten Song sind die Dreads und Locken der Gitarristen, die einzigen Haare die fliegen. Musikalisch ein Ohrenschmaus, der leider dadurch getrübt wird, dass den ganzen Gig über, Subway to Sally-Fans ihren Unmut mit Sprechgesängen deutlich machen müssen und somit den End of Green Anhängern, den Abend etwas unangenehm werden lassen. Was die Band dazu veranlasst schon gegen 20.30 Uhr, mit Dank an die Subway-Crew, ihren letzten Song - ohne Zugabe - zu spielen.

Subway to Sally betreten in gewohnt mittelalterlicher Montur unter tobendem Beifall, unterlegt mit „Hey-hey-hey“ Rufen die Bühne. Nach einem recht spannenden Intro, stimmen die Brandenburger ihren Song Meine Seele brennt an, der durch ihre imposante Bühnenshow mit Pyroeffekten und Feuersalven noch zusätzlich verdeutlicht wird. Bereits beim ersten Song verwandelt sich das zuvor steife Publikum in eine jubelnde Menge. Die Zuschauer springen und tanzen. Nach Titeln wie Puppenspieler, Unentdecktes Land und Unsterblich, folgt Mephisto, bei dem weder mit Feuereffekten noch mit Fackeln gegeizt wird. Ständig wird die Bühne unter den harten Beats in ein prächtiges Feuerszenario getaucht und findet einen Höhepunkt darin, dass Sänger, Gitarrist und Bassist mit Hilfe von Fackeln, Feuer in die Menge spucken. Auch bei Liebeszauber werden die Poteste der Bühne mit Feuerblitzen akzentuiert. Das Publikum ist begeistert. Alle Arme strecken sich wie von selbst in die Höhe und jeder Song wird lauthals mitgesungen. Die Menge ist ausser sich und lässt sich von Frontmann Eric Fish leiten. Die Stimmung steigt von Titel zu Titel, zu denen auch Songs wie Erdbeermund, Unterm Galgen, Traum vom Tod und Tanz auf dem Vulkan gehören. Bei letzterem greifen Subway to Sally wieder auf die Feuershow zurück. Auch hier kommt die Show bei jedermann gut an. Sogar Anekdoten aus dem Leben des Frontmanns lassen die Menge jubeln und er erntet für seine Geschichte über seinen Gast-DJ-Auftritt tosenden Beifall. Das Programm an diesem Abend ist reichhaltig und abwechslungsreich und die Fans scheinen, auch nach den Zugaben, nicht genug bekommen zu können. Rückblickend kann man sagen, dass man auch für einen nicht zu hohen Preis (26,- Euro an der Abendkasse) einen ansprechenden und sehr anschaulichen Abend geboten bekommen kann.

Bericht: Jasmin
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