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Forum 31. July 2010, 01:10:27 *
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Author Topic: DJs der neuen Generation ?  (Read 446 times)
cholo
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« on: 26. January 2009, 00:11:37 »

DJs der neuen Generation ?
Neulich (neulich muss ich verwenden, da ich ja „niemanden“ bloß stellen möchte), traf ich einen „DJ“. Na ja er behauptete jenes und da er auch Termine hat, dachte ich mir das auch, zumindest. So saßen wir in netter Runde und er versuchte mich von seinem Wissen zu überzeugen, aber meist hörte ich nur Begriffe von Megabyte und TeraByte. Sprich wie viel und daher wie vielseitig er doch an Musik habe und sei. CDs oder gar Platten gab es bei jenem kaum, bis gar nicht zu bewundern.
Der Rechner sang und ich traute mich zu fragen, was das jetzt für ein Song sei (Interpret /Titel)? ---- Die Antwort war: „Das weiß ich bei dem jetzt auch nicht. Ich fand den Song mit  im Netz und wusste dass ich da schon Leute darauf tanzen sah.“
Bei weiterem Nachfragen (z.B. über die Musik- und Informationsbeschaffung) wurde ich irgendwie, sagen wir einfach immer „trauriger“ und bei der Anfrage ob ich ihm etwas von meinen „Kindern“ zukommen lassen könnte, bin ich gegangen.

Sind das jetzt die DJs der neuen Generation oder war dass nur eine Ausnahme?
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Raggi
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« Reply #1 on: 26. January 2009, 17:14:33 »


Interessantes Thema...

Erste Prognose - "die neue Bequemlichkeit"...?
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Fritz Meckert
Neuling
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« Reply #2 on: 26. January 2009, 21:12:30 »

Zweite Prognose "die neue Möglichkeit"??
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Raggi
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« Reply #3 on: 27. January 2009, 18:04:16 »


Heißt - weniger Aufwand ist mehr?
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Fritz Meckert
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« Reply #4 on: 29. January 2009, 17:13:58 »

Manchen ist es sicherlich egal, wonach sie tanzen, andere wollen es genauer wissen, setzen sich mit der Szene, der Musik und der Biographie auseinander. Letzteres machen vielleicht die wenigsten. Meiner Meinung nach gibt es in Görlitz und Umgebung keine Szene. Das Nostromo ist ein genialer Club, die Musik erhält allerdings nur mäßige Anerkennung. Man stellt sich aufs Publikum als DJ ein, verdrängt zusehenst eigene Musikgeschmäcker und fragt sich vor jeder Party: Gutes Musikstück--in der Szene bekannt--Garant als Tanzflächenfüller in DD-----spiel ich im Nostromo----Peng --keiner tanzt. Fazit: Schreckliches Musikstück---man erhält Prügel und Pfiffe in DD---spiele ich im Nostromo---einige tanzen....drastische Beispiele, bitte nicht ganz so wörtlich nehmen. Mir geht es halt immer so, wenn ich die guten electronischen Sachen höre (So von früher) und dann mal reflektiere, was ich auflege...naja da gerät man schon mal in Interessenskonflikte....Alles nicht so schlimm. Die letzten Parties waren gut im Nossi, dank neuer Technik, Mut und reifender Ideen meines genialen DJ Partners.
DJ sein ist nicht schwer und in dieser Szene auch anders zu verstehen. Man bedient die Jukebox, aber bestimmt die Reihenfolge und nimmt Wünsche entgegen. Allerdings sollte man schon wissen was man da auflegt und vielleicht noch ein wenig mehr. Diesen Anspruch stelle ich zumindest an mich.
Na dann, bis zur nächsten SZENE-PARTY im NOSTROMO am 28.3. und einer Band, die für mich Anfang der 90ìger Jahre mit der Einstieg bedeutete....

[Editiert am 30/1/2009 von Fritz Meckert]
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stratosfear
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« Reply #5 on: 30. January 2009, 19:12:03 »

@ fritz meckert
dito, hätt ich besser nicht formulieren können  Smiley  
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Cell la Dor
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« Reply #6 on: 31. January 2009, 08:28:00 »

Dritte Prognose - “die Verschmelzung beider”?

Die Gesellschaft ist dazu verdammt, stets den eigenen Nutzen in neuen Dingen zu suchen und auch zu finden und im Umkehrschluss den Vorteil daraus zu ziehen... Das Internet als globaler Konsumorbit und das Fortschreiten technischer Raffinessen verdrängen mehr und mehr den Raum herkömmlicher Medien. Am Anfang schuf Gott (in meinem Leben) die Kassette, sie löste damals das Vinyl ab und stand auch einige Jahre später im Schatten der neuen Compact Disc...bis das gute, alte Tape völlig ausgedient hatte. Der ganz normale Wahnsinn - schnell weg und wieder neu. Okay LPs gibt es heute noch und CDs wird es auch in ein paar Jahren noch geben, aber dennoch schreitet die Evolution alternativer Medien voran.
Ich für meinen Teil setze mich gern mit neuen technischen Spielereien auseinander, sehe ebenfalls die neuartigen und frischen Gelegenheiten dem Club-Besucher etwas Unverbrauchtes (Vielleicht sogar Zeitgemäßes?) zu bieten und gebe mich einem gewissen Komforts hin. Die Zugänglichkeit diverser Informationen wird einem dank Google, LastFM, Myspace und Co. leicht gewährt. Die Relation von Zeitaufwand und Masse an Input ist schlichtweg nichtig. Damals musste man noch den Weg zum Gazettenhandlanger in Kauf nehmen.
Und das ist zugleich der Fluch der heutigen Zeit: Unser “Szene-Nachwuchs” ist übersättigt. Zu viel Info schafft der Controler nicht. Der Zeitaufwand, sich einen Track downzuloaden, ist der Selben, wie sich damit zu beschäftigen, was da gerade eigentlich runtergeladen wird. Das Desinteresse steigt mit dem enormen Angebot, weil man einfach die Fülle nicht mehr verarbeiten kann...und alles haben will. Liebe Jugend, wollt ihr wirklich, dass eure Lieblingsmusik nur noch eine Nummer im Mega- und TeraByte ist?
Das Problem für uns DJs ist nicht der Generationskonflikt oder ein anderer Musikgeschmack, sondern schlichtweg die unterschiedliche Wertschätzung diverser Mucke. Das Maß solcher Blindgänger hält sich Gott sei Dank noch in Grenzen, aber die Erfahrung zeigt, dass das Potential vorhanden ist.

Bezüglich des Anfangsstatemtents: Wir hoffen alle, dass diese Art von DJ eine Ausnahme bleibt, da sonst die Glaubwürdigkeit arg darunter leiden würde. Es ist so schon manchmal ein reiner Dienstleistungsjob und es wäre schade wenn dieses DJ-Erbe darüber hinaus von Betriebsblindheit (wohl eher -taubheit), Mangel an Respekt (dem Musikkünstler gegenüber) und Unwissen geprägt ist.
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Ghostdriver
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« Reply #7 on: 31. January 2009, 11:12:26 »

Ich möchte mich hier als 'nur Konsument' zu Wort melden.

Mir ist es relativ egal, aus welcher Quelle die Musik kommt, nach der ich tanzen will.
Solange der DJ den Überblick darüber nicht verliert und er sich mit dieser Musik auskennt, ist doch alles ok.
Schade ist natürlich, wenn man einen relativ alten oder ausgefallenen Titel hören möchte und es gerade diesen Titel nicht zum Download gab. Da würde es doch weiterhelfen, wenn der DJ das ganze Album als CD dabei hat und nicht nur 'den Krachertitel' davon auf der Festplatte.
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I'm not a slave to a god that doesn't exist!
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